Rohwedder – Einigkeit und Mord und Freiheit

Als am 1. April 1991 Treuhand-Chef Detlev Karsten Rohwedder in seinem Haus in Düsseldorf durch einen Sniper-Schuss aus 62m ermordet wird, platzt der Traum der friedlichen Wiedervereinigung endgültig. Aus unterschiedlichen Perspektiven möglicher Täter erzählt die Serie von der dunklen Seite der deutschen Wiedervereinigung. Ein Stück Geschichte, das noch heute die zerrissene Seele dieser Nation und ihrer Menschen berührt.

Hintergrund zum Entstehungsprozess der Serie:Filmpuls Magazin über Rohwedder.

Hier geht es zum Werkstattgespräch mit den Machern Christian Beetz, Georg Tschurtschenthaler, Jan Peter und dem Moderator Stephan Ottenbruch von der Deutschen Akademie für Fernsehen e.V..

News

  • - ROHWEDDER - Einigkeit und Mord und Freiheit: Nominierung für den 57. Grimme-Preis

    Was für eine Freude, unsere vierteilige Serie ROHWEDDER – über die dunkle Seite der deutschen Wiedervereinigung –  ist für den [...]

    Was für eine Freude, unsere vierteilige Serie ROHWEDDER - über die dunkle Seite der deutschen Wiedervereinigung -  ist für den Grimme-Preis in der Kategorie: Information & Kultur nominiert! Gratulation an die nominierten Kolleginnen und Kollegen und an das gesamte Team!

    Jan Peter
    Georg Tschurtschenthaler
    André Nier
    Philipp Gromov
    David Gesslbauer
    Jürgen Rehberg
    Torsten Striegnitz
    Nils Kacirek
    Mila Meyer-Kaya
    Janne Gärtner
    Xavier Agudo
    Florian Fettweis
    Kathrin Isberner
    Sandra Zentgraf
    The Post Republic
    Claudia Gittel

    Weitere Informationen unter: Grimme-Preis


  • - Auszeichnung für Rohwedder - Einigkeit und Mord und Freiheit als "Best Documentary Series 2020" beim TV SERIES FESTIVAL BERLIN


Rohwedder – Einigkeit und Mord und Freiheit

Montag, 1. April 1991, 23:30 Uhr: mit einem gezielten Schuss wird Detlev Karsten Rohwedder durch das Fenster im 1. Stock seiner Düsseldorfer Villa erschossen. Rohwedder war der Chef der Deutschen Treuhandanstalt, damals das größte Unternehmen der Welt. Die Treuhand war verantwortlich für die Restrukturierung und Privatisierung der gesamten Wirtschaft der ehemaligen DDR. Mit dem tödlichen Sniper-Schuss aus 62 Meter platzt der Traum der gewaltfreien und friedlichen Wiedervereinigung endgültig. Obwohl ein Bekennerschreiben der Roten Armee Fraktion am Tatort gefunden wird, konnten die Täter bis heute nicht identifiziert werden.

Die True-Crime-Serie “Rohwedder – Einigkeit und Mord und Freiheit” geht der Frage nach, wer seinerzeit am meisten vom Tod Rohwedders profitiert haben mag. Dabei präsentiert sie Einblicke in die unterschiedlichen Gedankenwelten der möglichen Täter: Handelte es sich um den letzten spektakulären Mord der Roten Armee Fraktion – ihrer sogenannten 3. Generation -, hatte der Staatssicherheitsdienst die Ermordung beauftragt oder waren andere, zum Beispiel westliche Kräfte am Werk?

 Die jeweils 40-minütigen Episoden “Märtyrer” (Finanzminister Theo Waigel über Detlev Rohwedder), “Kapitalist” (aus dem Bekennerschreiben der Roten Armee Fraktion), “Besatzer” (aus Sicht ehemaliger Stasi-Mitarbeiter) und “Opfer” (von der Politik als Sündenbock installiert) präsentieren vier verschiedene Perspektiven auf die Figur Rohwedders und damit mögliche Motive für seine Ermordung. Sie tauchen mit dem Mordfall in die Jahre 1990/91 ein, die Zeit direkt nach dem Mauerfall, und zeichnen das Bild eines zerrissenen Deutschlands: die wirtschaftliche Radikalkur führt zu massenhaften Betriebsschließungen und Arbeitslosigkeit im Osten, die Euphorie der Wiedervereinigung ist verflogen, in vielen Städten flammen die Montagsdemonstrationen wieder auf und zehntausende Menschen gehen auf die Straße, Rücktrittsforderungen an die Kohl-Regierung werden lauter.

Die erste deutsche Netflix Original Doku Serie bietet einen multiperspektivischen Blick auf einen der prominentesten ungelösten Mordfälle der deutschen Nachkriegszeit. Ein turbulenter Fall und ein Stück Geschichte, das das Fundament des wiedervereinigten Deutschlands geprägt hat und noch heute die zerrissene Seele dieser Nation und ihrer Menschen berührt.

Autoren: Georg Tschurtschenthaler, Christian Beetz

Regie: Jan Peter, Georg Tschurtschenthaler

Ko-Regie: Torsten Striegnitz

Additional Writing: Martin Behnke, Jan Peter

Bildgestaltung: Jürgen Rehberg

Schnitt: André Nier, David Gesslbauer, Philipp Gromov

Archiv & Recherche: Janne Gärtner

Musik: Nils Kacirek, Milan Meyer-Kaya

Technische Leitung: Xavier Agudo

Producer: Florian Fettweis

Herstellungsleitung: Kathrin Isberner

Produzent: Christian Beetz

https://www.netflix.com/de/title/81022994

  • Rohwedder - Einigkeit und Recht und Freiheit

    Netflix
    25. September 2020 um 00:00 Uhr

  • Der Spiegel

    „In der Serie werden die Jahre zwischen 1989 und 1991 zum schwindelerregenden Kaleidoskop deutsch-deutscher Befindlichkeiten. Dramaturgisch dicht, befreit von bärtiger Fernsehdoku-Dramaturgie, schält sich aus „Rohwedder“ ein politisches Drama, das in ein persönliches mündete"

  • Hörzu

    "Packende Spurensuche einer zerrissenen Nation."

  • Spiegel Online

    „Der Vierteiler "Rohwedder" ist die erste deutsche Doku von Netflix. Im Stil einer True-Crime-Serie erzählt er von den Brüchen und Umbrüchen der deutschen Einheit - mitreißend, meinungsstark und gespenstisch.“ (Oliver Kaever)

  • Die Zeit Feuilleton

    "Dass man sich von identitätspolitischer "Anerkennung der Lebensleistung" auch nicht viel kaufen kann - es braucht im 30. Jubiläumsjahr eine Netflix-Serie, um daran zu erinnern." (Martin Eimermacher)

  • Berliner Zeitung Feuilleton

    "Wer erschoss Detlev Rohwedder? Diese Frage kann auch die Doku nicht beantworten, dennoch ist sie überaus sehenswert. (Michael G. Meyer)

  • Piqd.de

    "Vor allem aber ist die Serie eine Sensation, qualitativ. Die erste deutsche Netflix-Doku setzt neue Maßstäbe. Sie ist True Crime, Geschichtsschreibung und letztlich auch Kapitalismuskritik. Auf jeden Fall versteht man danach besser, warum dieses Land ist, wie es ist."(Tino Hanekamp)

  • Berliner Zeitung

    "… die Netflix Doku "Rohwedder - Einigkeit und Mord und Freiheit" ist am spannendsten, wenn sie die wandelnde Stimmung im Osten reflektiert." (Torsten Wahl)

  • FAZ Sonntagszeitung

    "Beetz und Tschurtschenthaler legen sich in ihrer multiperspektivischen Erzählung dabei nie fest, schon aus stilistischen Gründen: Es ist auch der Verzicht auf eine Erzählstimme aus dem Off oder irgendeine andere Form von Didaktik, die der Serie ihren dramatischen Schwung gibt." (Harald Staun)

  • ZEIT ONLINE

    "Das Verdienst dieser Doku-Serie besteht deshalb vor allem darin, die Bedingungen des Wirtschaftssystems sichtbar zu machen, das im Clash der Vereinigung 1990 die runtergerockte DDR-Planwirtschaft zu verdauen anfing." (Matthias Dell)

  • Tagesspiegel

    "Eine weitere Besonderheit von "Rohwedder" ist die multiperspektivische Erzählung." (Kurt Sagatz)

  • Blickpunkt.Film

    "(...) eine packende Geschichtsstunde, die das Deutschland der Wendezeit beleuchtet und mit tollem Archivmaterial einen ganz neuen Blick wirft auf das wichtigste Kapitel der jüngeren deutschen Geschichte und ein gutes Gefühl vermittelt, wie sich die Zeit damals angefühlt hat." - (Thomas Schulze)

  • FAZ

    "Zwei Generationen nach der Wende ist das eine ebenso verführerische, lehrreiche wie düstere Geschichtsstunde." (Ursula Scheer)

  • OK!

    "Ein Muss für alle TrueCrime Fans!"

  • Insidehistorymagazine.co.uk

    "Wenn "A Perfect Crime" das ist, was wir von weiteren deutschen Netflix-Serienproduzenten erwarten können, dann können wir uns auf noch viel mehr freuen." Übersetzt aus dem Englischen

  • GQ-Magazin.de

    "Die Netflix-True-Crime-Doku ist zeitgemäß aufgemacht, von altbackenen Doku-Formaten aus dem Analogfernsehen keine Spur."(Ursula Schmied)

  • Musikexpress.de

    "Komplex, intensiv und bildgewaltig." (Arabella Wintermayr)