Nicht meine Schande – Geschichte eines Missbrauchs


Nicht meine Schande – Geschichte eines Missbrauchs

  • Nicht meine Schande – Geschichte eines Missbrauchs

    Marcia Wickham erlebt im ländlichen Pennsylvania der 60er Jahre eine behütete Kindheit. Bis sich auf einen Schlag alles ändert: Mit sieben Jahren vergewaltigt ihr Vater sie das erste Mal – es ist der Beginn einer jahrelangen Serie von regelmäßigem sexuellem Missbrauch. Heute sagt Marcia, ein glücklicher Mensch zu sein. Wie es ihr gelungen ist, über ihre traumatischen Kindheitserfahrungen hinwegzukommen, davon erzählt der Dokumentarfilm „Nicht meine Schande – Geschichte eines Missbrauchs.“ In intimen Interviews nimmt Marcia uns mit auf die Reise in ihre schmerzhafte Vergangenheit, aber auch in ihre hoffnungsvolle Gegenwart und Zukunft. Umfangreiches privates Videomaterial und subtile Reenactment-Szenen illustrieren das Erzählte und kreieren den atmosphärischen Rahmen für Marcias Geschichte. Wenige enge Vertraute, wie ihr Therapeut, Freund*innen, Lebenspartner, aber auch ihr damaliger Pastor, der von Marcias Missbrauch gewusst, aber weggeschaut hat, ergänzen ihre Erzählung. In sieben Jahren vertrauensstiftender Zusammenarbeit mit Regisseur Jon Bulette, zugleich der Sohn ihres Therapeuten, gelingt es Marcia Wickham, ihre Geschichte zum ersten Mal ohne Scham und ohne Schuldgefühle in aller Öffentlichkeit zu erzählen. Somit ist der Film auch einer der letzten Schritte ihrer Genesung. Ein Drittel aller Frauen weltweit erfahren sexuellen Missbrauch in ihrem Leben. Trotz der erschütternd hohen Zahlen ist das Thema weiterhin ein Tabu – wenn darüber berichtet wird, ist es häufig sensationslüsterne Opfer-Berichterstattung oder es geht in den großen Skandalen um die Täter*innen. „Nicht meine Schande“ sticht hier heraus. Der Fall Marcia ist ungewöhnlich – und soll all jenen Mut machen, die ähnliches erleben mussten.