Corinna Harfouch – Ma Vie/Mein Leben

Goebbels Frau und Märchenhexe, Vera Brühne und „des Teufels General“: Corinna Harfouch ist das, was Deutschland nicht gerade in Hülle und Fülle hat – ein Star. Ihre Schauspielkunst ist einzigartig durch ihre Authentizität. Die Regisseurin Sabine Michel hat die Schauspielerin ein halbes Jahr begleitet. Entstanden ist ein sehr persönliches, poetisches Porträt, das sich den wirklich wichtigen Lebensfragen, die uns alle bewegen, widmet.


Corinna Harfouch – Ma Vie/Mein Leben

Corinna Harfouch scheint in Theater, Film und Fernsehen alles erreicht zu haben, was einer Schauspielerin ihrer Generation möglich ist. Konsequent verkörpert sie die Extreme der menschlichen Existenz. Ihre Darstellung gerät immer wieder zur Gratwanderung zwischen den Abgründen, die das Leben ausmachen. Ihre Schauspielkunst ist so einzigartig durch ihre Authentizität im Verein mit differenziertester Charakterzeichnung, in der sie noch mit der Nuance einer Handbewegung dem Gang der Dinge eine überraschende Wendung gibt.
Corinna Harfouch hat sich durch ihre Darstellung von düsteren, vom Schicksal gezeichneten Figuren sowohl im Theater als auch in Kino und Fernsehen einen Namen gemacht. Sie wurde mit zahlreichen Preisen geehrt. Für ihre Rolle des General Harras in Frank Castorfs Inszenierung von „Des Teufels General“ erhielt sie den Gertrud-Eysoldt-Ring und wurde zur Schauspielerin des Jahres gewählt. Doch auch als überaus humorvolle Hexe Rabbia im Film „Bibi Blocksberg“ wurde sie als Beste Nebendarstellerin ausgezeichnet.
Aber wer steckt hinter dieser so wandelbaren, oft so unnahbar wirkenden Frau? Die Regisseurin Sabine Michel hat für ihr Porträt über Corinna Harfouch  die Schauspielerin ein Jahr begleitet. Wir treffen die Harfouch sowohl in ihrem einsamen Landhaus am Kamin, während ihrer Theaterproben, als auch bei offiziellen Anlässen und immer wieder werden wir überrascht von dieser Frau, die ihr Talent, unpassend zu sein, pflegt. Neugierig ist sie, besessen vom Leben. Corinna die Spröde. Corinna die Strenge. Corinna die Schöne. Natürlich ist sie schön. Aber die Ausstrahlung, um die es hier geht, entsteht erst durch jene geheimnisvolle Verbindung, welche Natur und Talent eingehen können.
„Ich mag es, in den Figuren klar zu machen, dass ein Leben kompliziert ist. Und, dass der Mensch auch nicht immer gleich ist.“ Der Film interessiert sich für die Vision dieser Frau, woran sie glaubt und woher sie die Kraft für ihre Figuren nimmt. Entstanden ist ein sehr persönliches, poetisches Porträt, das sich nicht primär nur ihren Lebensstationen, sondern viel grundsätzlichen (Über-)Lebensfragen widmet und einen besonderen Blick hinter die Profession Schauspielkunst gewährt.

Regie: Sabine Michel
Buch: Sabine Michel, Maria Wischneswki

Kamera/ Ton: Martin Langner
Foto: Ina Voigt
Musik: Shaban
Schnitt: Gudrun Steinbrück
Mischung: Jörg Höhne

Produzent: Christian Beetz
Producer: Maria Wischneswki
Produktionsleitung: Katrin Isberner
Filmgeschäftsführung: Daniela Schöne
Produktionsassistenz: Susanne Radelhof
Technische Leitung: Philipp Weigold

Redaktion: Ann- Christin Hornberger

Kooperation

  • Corinna Harfouch – Ma Vie/Mein Leben

    Babylon - Berlin
    09. Juli 2009 um 21:15 Uhr

  • Corinna Harfouch – Ma Vie/Mein Leben

    ARTE
    01. August 2009 um 17:20 Uhr

  • Corinna Harfouch – Ma Vie/Mein Leben

    ARTE
    31. Juli 2011 um 16:30 Uhr

  • Corinna Harfouch – Ma Vie/Mein Leben

    ARTE
    06. August 2011 um 06:45 Uhr

  • Berliner Zeitung

    "Man glaubt, die Harfouch besser kennen zu lernen. Das ist viel."

  • Berliner Morgenpost

    "... Ein fesselndes, weil so sensibles Portrait..."