Daniel Richter – Ma Vie/Mein Leben

Daniel Richter ist – neben Neo Rauch – der bedeutendste deutsche Maler seiner Generation. Der charmante künstlerische Spätzünder ist im Olymp des Kunstmarkts angekommen. Daniel Richter sagt über sich: „geboren 1962 in Eutin, ist süß und lebt in Hamburg und Berlin“. Ein humorvolles Portrait über ein Phänomen der deutschen Kunstszene.

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    Wir freuen uns, Sie zur Premierenfeier des Films am Mittwoch, den 17. September ab 19:00 Uhr in den Martin-Gropius-Bau in [...]

    Wir freuen uns, Sie zur Premierenfeier des Films am Mittwoch, den 17. September ab 19:00 Uhr in den Martin-Gropius-Bau in der Niederkirchnerstr. 9 einzuladen. Im Anschluss an die Filmvorführung wird ab ca. 20.00 Uhr ein Gespräch mit Daniel Richter und Birgit Herdlitschke zum Film stattfinden, das von Peter Richter (FAZ) moderiert wird.



Daniel Richter – Ma Vie/Mein Leben

Zwischen Punk und Popkultur, Daniel Richter, der künstlerische Spätzünder, ist im Olymp des Kunstmarkts angekommen. Seine Bilder erzielen Preise bis zu 450.000 Euro. Er ist einer der interessantesten, lebendigsten und meinungsstärksten Künstler Deutschlands.
Seine Werke sind grell schreiende Statements. Sie wurden bereits in der Hamburger Kunsthalle, der GEM in Den Haag oder im Museum für Gegenwartskunst in Basel ausgestellt. In seinen großformatigen Ölgemälden verwebt er kunsthistorische, massenmediale und popkulturelle Versatzstücke zu eigenwilligen, politisch-ironisierten Bildwelten.
„Malen heißt denken“ hat er mal gesagt. Für ihn bedeutet das auch, seine eigene Position zur Gesellschaft ständig in Frage zu stellen. Er thematisiert Migration und Abschiebung, ebenso wie Polizeiwillkür und alltäglichen Sexismus in seinen Bildern. Von seinen autonomen Wurzeln hat sich sein Leben inzwischen jedoch weit entfernt. Er hat sich auf eine Gratwanderung zwischen linkspolitischen Idealen und dem Jetset des Kunstmarktes begeben, für die er sich immer wieder rechtfertigen muss. Doch es scheint, als würde ihn der Rummel um seine Person eher langweilen. Das Stigma links zu sein versucht er abzuschütteln und über seine Vergangenheit spricht er heute sehr reflektiert. Seiner Devise „Viel denken, viel malen!“ ist er aber immer treu geblieben.
Birgit Herdlitschke begleitet den scharfzüngigen Analytiker auf einem musikalischen Spaziergang durch seine Welten. Sie besucht ihn in seinem Berliner Atelier. Dort verrät er, was seine Kunst mit dem Menschen Daniel Richter zu tun hat. In Hamburg treffen sie seinen Mentor Professor Werner Büttner, der ihm durch sein Veto die Aufnahme an der Hochschule der Bildenden Künste in Hamburg ermöglichte und heute mit Begeisterung sein Werk kommentiert.
Weggefährten, wie Ted Gaier von den Goldenen Zitronen, ergänzen das humorvoll gezeichnete Bild Richters um eine intime Außenansicht. Ganz Charmeur, spricht Daniel Richter unterhaltsam und kompetent über sein Leben vom politischen Widerstand bis zur provokativen Kunst. Für „Ma Vie“ begleiten wir Daniel Richter einige Wochen durch sein Leben und sprechen mit ihm über seine Kunst, seine Musik und seine Vergangenheit.

Buch/ Regie: Birgit Herdlitschke
Kamera: Patrick Meyer-Clement, Ingo Brunner
Schnitt: Carsten „Peewee“ Piefke
Ton: Bianka Schulze, Benedict Sicheneder, Timothy Benton,
Anke Möller, Mario Wiemann
Produzent: Christian Beetz
Produktionsleitung: Julie Schrader, Daniela Schöne
Produktionsassistenz: Spencer Kiesow
Redaktion: Ann-Christin Hornberger

Kooperation

  • Daniel Richter – Ma Vie/Mein Leben

    arte
    19. Oktober 2008 um 00:00 Uhr

  • Daniel Richter - Ma Vie/Mein Leben

    ZDF Kultur
    05. Juni 2011 um 16:30 Uhr

  • Daniel Richter – Ma Vie/Mein Leben

    ZDF Kultur
    11. Juni 2011 um 10:50 Uhr