Das Forum

Der neue Film von Marcus Vetter erzählt aus der Innenperspektive des World Economic Forum, wie die Welteliten aus Wirtschaft und Politik um Lösungen für die drängendsten Probleme unseres Planten ringen. Bietet das WEF als Plattform für die Mächtigen einen Rahmen, um die Zukunft unseres Planeten positiv zu beeinflussen? Oder wird es von den Eliten für die Durchsetzung ihrer eigenen Interessen missbraucht?

„Der Film ist nicht besserwisserisch, in der Balance der Meinungen und der oft hintergründigen Bilder, die intelligent montiert sind. Weil es nicht vorkaut, sondern Hinsehen erfordert.“
Leipziger Volkszeitung

„Dem Film von Vetter gelingt es, diese Widersprüche aufzuzeigen, ohne sie offen anzusprechen – die Bilder und Zitate reichen aus, um die Ambivalenz von Davos zu erfassen.“
FAZ


Das Forum

In Zeiten von grassierendem Populismus und zunehmendem Misstrauen gegenüber den Eliten begleiten wir Klaus Schwab, den 81-jährigen Gründer des umstrittenen Weltwirtschaftsforums über den Zeitraum eines Jahres bei seinen Bemühungen, sein Leitmotiv umzusetzen: den Zustand der Welt zu verbessern.

Seit 1971 bringt Schwab die Spitzen aus internationaler Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft im kleinen Schweizer Bergdorf Davos zusammen – fest überzeugt davon, dass die Probleme der Welt nur im Dialog gelöst werden können.

Während der Film Klaus Schwab über den Zeitraum eines Jahres begleitet, scheint die Welt aus den Fugen zu geraten: Klimakrise, Brexit, Gelbwestenproteste auf Frankreichs Straßen, der brennende Amazonas-Regenwald und der Handelskrieg zwischen den USA und China… Aber nicht nur eine neue Riege populistischer Führer wie Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro fordern das Establishment heraus, auch eine neue Generation rebellischer Jugendlicher, angeführt von der Klimaaktivistin Greta Thunberg drängen in die Öffentlichkeit.

Marcus Vetter gehört zu den bekanntesten und renommiertesten deutschen Dokumentarfilmregisseuren. Mit Filmen wie DAS HERZ VON JENIN oder DER TUNNEL wurde er vielfach ausgezeichnet – u.a. mit dem Deutschen Filmpreis und mehreren Grimme-Preisen. Mit DAS FORUM gelang ihm ein besonderer Coup: Zum ersten Mal in der fünfzigjährigen Geschichte des Weltwirtschaftsforums konnte ein unabhängiges Filmteam hinter den Kulissen der Riesenveranstaltung drehen. In bester HOUSE OF CARDS-Manier sind wir hinter verschlossenen Türen dabei und sehen, wie Diplomatie funktioniert, wenn die Mächtigsten der Welt unter sich sind.

Wir sind dabei, wenn sich Trump, Bolsonaro & Co. in bilateralen Gesprächen mit Wirtschaftsführern austauschen, wenn diplomatische Konflikte in den verschachtelten Gängen des Kongresszentrums in Davos ausgetragen werden oder CEOs der weltgrößten Konzerne die Schulbank drücken und an Themen wie Künstliche Intelligenz oder Blockchain herangeführt werden.

Gleichzeitig begleiten wir führende Mitarbeiter von Klaus Schwab vor Ort, bspw. beim Versuch durch nachhaltige Palmölprojekte in Indonesien die Abholzung des Regenwaldes zu stoppen oder in Ruanda, wo die Versorgung von Krankenhäusern mit Blutkonserven durch Drohnen erprobt wird.

Jennifer Morgan, Executive Director von Greenpeace International und bekennende Kritikerin des Weltwirtschaftsforums nutzt das exklusive Treffen, um Politiker und Wirtschaftsführer für Klimaschutz zu sensibilisieren. Sie ist es auch, die die Klimaaktivistin Greta Thunberg nach Davos holt und ihr einen großen Auftritt vor den mächtigsten Menschen der Welt verschafft.

Trägt die Vision von Klaus Schwab Früchte und das World Economic Forum kann zur Lösung der globalen Probleme beitragen? Oder ist es Teil des Problems und dient schlussendlich doch nur der Durchsetzung der Eigeninteressen der globalen Elite?

Regie:
Marcus Vetter

Buch:
Christian Beetz
Georg Tschurtschenthaler

Produzent: Christian Beetz

Producer:
Georg Tschurtschenthaler
Caroline Schaper
Bettina Walter

Ko-Produzenten:
Karin Koch
Marcus Vetter

Executive Producers:
Christopher Clements
Julie Goldman

Herstellungsleitung:
Kathrin Isberner
Sereina Gabathuler

Kamera:
Georg Zengerling

Zusätzliche Kamera:
Michele Gentile
Philipp Künzli
Marcus Vetter
Thomas Schneider
Robert Ralston
Dirk Heuer
Ron Katzenelson
Or Viner
Mikon Haaksmann
Nicolas Ortega Ward

Schnitt und Montage:
Marcus Vetter
André Nier
Ana R. Fernandes
Michele Gentile

Zusätzlicher Schnitt:
Jann Anderegg

Ton:
Marcus Vetter

Zusätzlicher Ton:
Dieter Meyer
Marco Teufen
Jonathan Schorr
Aljoscha Haupt
Melanie Westphal
Felix Schlag
Emanuel Malzew
Erez Levi
Thomas Funk

Musik:
Marcel Vaid
Jens Huerkamp
Christian Heschl

Produktionsleitung:
Anique Roelfsema
Karoline Hunder
Sophia Rubischung
Annette Burchard

Redaktionsassistenz:
Anne von Petersdorff

Filmgeschäftsführung:
Sandra Zentgraf
Dieter Neubrand

Titelanimation:
Uli Streckenbach

Grafikdesign:
Robert Pohle
Uli Streckenbach
Jan Erlinghagen
Davide Legittimo

Koordinator Postproduktion:
Xavier Agudo
Guillermo J. Deisler
Sophia Rubischung

Assistenz Postproduktion:
Tobias Heinze
Joseph Wernicke

Farbkorrektur:
Patrick Lindenmaier

Mischung:
Jörg Höhne

Sound Design:
Karl Gerhardt
Oswald Schwander
Laura Matissek

Betreuende Redakteure:
Gudrun Hanke-El Ghomri – SWR
Simone Reuter – SWR
Matthias Leybrand – BR
Esther Schapira – HR
Urs Augstburger, Belinda Sallin – SRF
Sven Wälti - National Coordination SRG SSR
Barbara Truyen – VPRO
Claudia Bucher - ARTE G.E.I.E
Axel Arnö - SVT
Tom Bleyard - VRT
Carina Bordewich - NRK
Anders Bruus - DR

  • Das Forum

    Urania - Berlin
    04. November 2019 um 19:00 Uhr

  • Das Forum

    Thalia - Augsburg
    06. November 2019 um 19:00 Uhr

  • Das Forum

    Rex-Theater - Bonn
    06. November 2019 um 20:00 Uhr

  • Das Forum

    City Kino Wedding - Berlin
    06. November 2019 um 20:45 Uhr

  • Das Forum

    Casino Filmtheater - Aschaffenburg
    07. November 2019 um 19:00 Uhr

  • Das Forum

    City Kino Wedding - Berlin
    09. November 2019 um 17:45 Uhr

  • Das Forum

    City Kino Wedding - Berlin
    12. November 2019 um 18:45 Uhr

  • Das Forum

    Delphi Lux - Berlin
    14. November 2019 um 20:00 Uhr

  • Das Forum

    Roter Saal - Braunschweig
    05. Dezember 2019 um 19:30 Uhr

  • ttt – titel thesen temperamente

    "Was den Film so stark macht ist, dass er uns in unserem schwarz-weiß Denken erschüttert.“

  • FAZ, 28. Oktober 2019

    “Zusammen mit der Sequenz zu Bolsonaro sind die Szenen aus Treffen Arafat/Peres der zweite Grund, der schon ausreichen würde, um den Film „Das Forum“ zu einem sehenswerten Dokumentarstück werden zu lassen.”

  • Leipziger Volkszeitung, 28. Oktober 2019

    "Der Film ist nicht besserwisserisch, in der Balance der Meinungen und der oft hintergründigen Bilder, die intelligent montiert sind. Weil es nicht vorkaut, sondern Hinsehen erfordert."

  • MDR Kultur, 28. Oktober 2019

  • Deutschlandfunk Kultur, 28. Oktober.2019

    "Schwabs Idee sei es vor fünfzig Jahren gewesen, die mächtigen Wirtschaftsführer zu versammeln und über Ethik zu sprechen, um so idealerweise die Welt zu verbessern. Dabei solle niemand ausgeschlossen werden. Und deshalb treffen in einer Szene des Films beispielsweise der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro und der ehemalige Vizepräsident der USA und heutige Klimaaktivist Al Gore aufeinander und sprechen über den Regenwald."

  • Leipziger Volkszeitung, 28. Oktober 2019

  • Deutschlandfunk, 28. Oktober, 2019

    "Regisseur und Grimmepreisträger Marcus Vetter hat nach langer Vorarbeit Einblick erhalten – hinter die Kulissen des WEF. Und hat daraus den Dokumemtarfilm „Das Forum“ produziert, der beim Festival DOK Leipzig 2019 Weltpremiere hat."

  • Filmmaker Magazine, 28. Oktober, 2019

    "When one thinks of the World Economic Forum many words come to mind: Davos, global elite, Bono. One term that decidedly does not is transparency. Which is what makes Marcus Vetter’s The Forum all the more remarkable."

  • detector.fm, 29. Oktober, 2019

    "Die Ergebnisse seiner Recherche bilden ein vielschichtiges Portrait über die Institution, die jährlichen Treffen und ihre Protagonisten. Ausgangspunkt dieses Portraits ist dabei die einstige Vision des Gründers Klaus Schwab. Er erzählt im Film, was ihn vor 49 Jahren motiviert hat, das Forum ins Leben zu rufen und was ihn bis heute antreibt."

  • MDR Kultur, 29. Oktober.2019

  • Freie Presse, 29. Oktober, 2019

    "Der Film zeigt, dass das an einigen Stellen auch funktioniert - wie zum Beispiel bei einem geförderten Start-up in Ruanda, das mit Drohnen Blutkonserven in mit dem Auto schwer erreichbare Gegenden schickt und so viele Menschenleben rettet. Oft funktioniert der Anspruch des Weltverbesserns aber nicht."

  • Modern Times Review, 29. Oktober, 2019

    "The Forum is no glossy promotional vehicle for the WEF. It steps carefully, avoiding an overtly critical stance, but it does raise the question of whether the event’s model of civil niceties and polite discussions nudging at social change have failed, or are becoming obsolete in a newly populist era of brazen power."

  • Programmkino.de, 29. Oktober.2019

    Der Film ist jedenfalls extrem spannend und informativ, nicht etwa wegen der Prominenz, die hier vertreten ist und der man beim Abendessen zuschauen kann, sondern wegen der Themen, die verhandelt werden und vor allem: wie sie verhandelt werden. Das WEF ist, anders als viele vermuten, offenbar kein geschlossener Kreis, wo sich Konzernbosse in ihren Erfolgen suhlen, sondern eine Einrichtung, die aktuelle Problemstellungen diskutiert, Raum für Kreativität schafft und wo zumindest nach Lösungen gesucht wird.

  • filmuforia, 29. Oktober.2019

    "German filmmaker Marcus Vetter follows Schwab annual world get together is dealing with burning issues such as climate change, Brexit, the ‘gilets jaunes’ protests in Paris, and the destruction of the Amazon rainforest among others. Trying to get inside so-called clandestine meetings, And while we learn a great deal, Schwab actually seems ambivalent about the merits of these secret get-togethers of the world’s elite – and for good reason."

  • cineuropa, 30. Oktober, 2019

    "While the film has a liberal outlook, it remains an intricate web of facts, snippets of conversation, ideas and well-driven points reminding us that nothing is black-and-white and that, despite the Nestles and Bolsonaros of this world — or rather because of them — the World Economic Forum is a crucial platform through which it is maybe, just maybe, still possible to improve the state of the world."