Die Näherinnen

Will man in der mazedonischen Stadt Stip als Künstlerin oder Schriftstellerin überleben, hat man nur eine Wahl: man verdingt sich als Näherin in der florierenden Textilindustrie. Unter den einheimischen Frauen herrscht Vollbeschäftigung, die Männer hingegen hatten nach der Wende weniger Glück und sind fast alle arbeitslos. Eine Situation, die viel Konfliktpotenzial birgt.

News

  • - „Die Näherinnen“ gewinnt den 2.Platz beim „The global skin“ Wettbewerb

    Mit Freude verkünden wir, dass unsere Dokumentation „Die Näherinnen“ im Wettbewerb des „The global skin – a collaborative film“ Wettbewerbs [...]

    Mit Freude verkünden wir, dass unsere Dokumentation „Die Näherinnen“ im Wettbewerb des „The global skin – a collaborative film“ Wettbewerbs den 2.Platz gewonnen hat. "Meisterhaft erzählt begleitet dieser subtile Dokumentarfilm eine Textilarbeiterin und ihren Boss. Nicht gut und böse – sondern Einblicke in verschiedene Rollen werden möglich (...) Jeglicher Betroffenheitskitsch fehlt.", begründet die Jury ihre Entscheidung. Aus allen eingereichten Beiträgen wird ein Kinodokumentarfilm entstehen, der im Herbst 2013 Premiere feiert.

    The global skin - a collaborative Film


  • - US-Premiere von "Die Näherinnen" beim Palm Springs Short Fest

    Nach dem großen Erfolg beim Asterfest in Mazedonien wurde der Film „Die Näherinnen“ erneut von einem internationalen Filmfestival eingeladen. Der [...]

    Nach dem großen Erfolg beim Asterfest in Mazedonien wurde der Film "Die Näherinnen" erneut von einem internationalen Filmfestival eingeladen. Der Film feiert seine US-Premiere beim renommierten Palm Springs Short Fest. Das Screening findet am 23. Juni 2011 um 11.30 Uhr im Camelot Theatres statt.

    Palm Springs International Film Society


  • - "Lost in Religion" und "Die Näherinnen" beim Tranzyt International Documentary Film Festival

    Wir freuen uns zu verkünden, dass unsere Dokumentationen „Lost in Religion“ und „Die Näherinnen“ in den Wettbewerb des diesjährigen Tranzyt [...]

    Wir freuen uns zu verkünden, dass unsere Dokumentationen "Lost in Religion" und "Die Näherinnen" in den Wettbewerb des diesjährigen Tranzyt International Documentary Film Festival starten. Das Festival findet vom 9. bis zum 15. Oktober 2011 im polnischen Posen statt.

    Tranzyt International Documentary Film Festival



Die Näherinnen

Eriela, Vesna und Beti sind Näherinnen in der Kleinstadt Stip in Makedonien. Sie arbeiten hart, um ihre Familien zu ernähren zu können und träumen von einer besseren Zukunft.

Eriela wollte eigentlich Künstlerin, Nun malt sie Ikonen. Das ist die einzige Kunst, die sich hier verkauft und ihr zusätzliches Einkommen verschafft. Während sie davon träumt, eines Tages ihre eigene Ausstellung zu haben, gibt ihr arbeitsloser Mann das hart verdiente Geld für Fußballwetten aus.

Vesna sieht sich in der Rolle des Mannes und ihr Mann fühlt sich nutzlos. Er findet keine andere Arbeit außer als Schafhirt auf der Weide. Vesna lebt nur für einen Tag im Jahr, den 8.März. Am Frauentag kann sie endlich ausgelassen feiern – wie zu Zeiten des Sozialismus.

Beti kann die harten Arbeitsbedingungen nicht mehr aushalten. 120 Hemden muss sie als Näherin am Tag nähen. Wollte sie selbst eines ihrer Hemden kaufen, müsste sie dafür einen Monat lang hart arbeiten. Sie kündigt und träumt davon Schriftstellerin zu werden.

Kole, der Fabrikbesitzer, ist Stolz drauf, dass er es geschafft hat. Er kontrolliert mit seinen Kameras jede Bewegung seiner Arbeiterinnen. „Die Zukunft ist Kontrolle“, so sein Credo.

Die Arbeitsbedingungen der Näherinnen wären in Deutschland undenkbar. Aber die Textilindustrie blüht, die Löhne sind niedrig sind und die Betriebe können schneller liefern als die chinesische Konkurrenz. Zu den Abnehmern gehören Marken wie C&A, H&M, etc. Aber auch die deutsche Polizei und die im Balkan stationierten NATO Armeen sind gute Kunden.

„Die Näherinnen“ ist ein sehr persönliches Portrait der Frauen von Stip, die um ihr Überleben kämpfen und erzählt zugleich den Zustand einer Gesellschaft, die  durch die Transformation und die Folgen der Globalisierung tief verwundet ist.

Buch/ Regie: Biljana Garvanlieva

Kamera: Dimo Popov, Manuel Zimmer
Montage: André Nier
Dramaturgische Beratung: Manuel Zimmer
Ton: Manuel Zimmer, Darko Boskovski, Bratislav Zafirovski
Komponist: Robert Rabenalt
Akkordionistin: Anja Dolak

Übersetzung: Biljana Garvanlieva (deutsch), David Zimmer (englisch)
Produzent: Ognen Antov, Christian Beetz
Producer: Maria Wischnewski, Anahita Nazemi
Produktionsassistenz: Rosica Sekulovska, Daniela Nikolovska, Filip Andonov, Dejan Nafidov, Susanne Radelhof
Produktionsleitung: Kathrin Isberner – Deutschland, Ognen Antov – Mazedonien
Filmgeschäftsführung: Daniela Schöne
Associate Producer: Ivo Antov

Koproduktion

Förderer

  • Die Näherinnen

    Sarajevo Film Festival - Sarajevo, Bosnien und Herzegowina
    25. Juli 2010 um 00:00 Uhr

  • Die Näherinnen

    Jihlava International Documentary Film Festival - Jihlava, Tschechische Republik
    28. Oktober 2010 um 00:00 Uhr

  • Die Näherinnen

    Babylon Mitte - Berlin
    02. Juni 2011 um 20:15 Uhr

  • Die Näherinnen

    Camelot Theatres, Palm Springs Short Fest - Palm Springs, USA
    23. Juni 2011 um 11:30 Uhr

  • Die Näherinnen

    Gartenpalais Schönborn, Espressofilm Festival - Wien, Österreich
    21. Juli 2011 um 21:30 Uhr

  • Die Näherinnen

    Filmfestival Münster, Block 3 - Münster
    14. Oktober 2011 um 17:30 Uhr

  • Die Näherinnen

    Passage Kino Universum - DOK Leipzig
    30. Oktober 2014 um 13:00 Uhr

  • Die Näherinnen

    Passage Kino Filmeck - DOK Leipzig
    31. Oktober 2014 um 19:45 Uhr