Dorfliebe

Dorfliebe dokumentiert die dramatische und mitreißende Geschichte der Menschen des Dorfes Berka, wie diese nach dem Krieg, unter dem Sozialismus, unter der Wendezeit und jetzt als Bürger der Bundesrepublik Deutschland, immer wieder aufs Neue versucht haben und versuchen, eine Existenz aufzubauen.


Dorfliebe

Das „platte Land“ Thüringens ist den meisten Menschen unbekannt. Die ländlichen Gebiete der früheren DDR scheinen für viele ein großer schwarzer Fleck im Nichts zu sein. Ein Niemandsland. Hier befindet sich im thüringischen Kyffhäuserkreis das kleine Dorf Berka. Es liegt an der Wipper und beheimatet rund 800 Menschen.
Mehr oder weniger zufällig entstanden hier drei herausragende Fotoserien, die das Dorfleben in Berka über die Jahrzehnte dokumentieren. Überraschenderweise zeigen große Teile dieser Fotos ein Paradies, in dem die Dorfbewohner glücklich zusammen leben und arbeiten. Eine dörfliche Idylle.
Der Dokumentarfilm DORFLIEBE zeigt das thüringische Dorf Berka im Wandel der Jahrzehnte, von 1949 bis 2006. Zwei Fotografen, Ludwig Schirmer und Werner Mahler, haben Berka über Jahrzehnte fotografiert. Ihre poetischen Fotoserien, die eine funktionierende Dorfgemeinschaft zeigen, liefern die Grundlage des Films.
Erzählt wird die dramatische und mitreißende Geschichte der Menschen des Dorfes Berka, wie diese nach dem Krieg, unter dem Sozialismus, unter der Wendezeit und jetzt als Bürger der Bundesrepublik Deutschland immer wieder aufs Neue versucht haben und versuchen, eine Existenz aufzubauen.
Die drei unterschiedlichen Lebenswege von Rolf Michel, Karl-Heinz Koch und Gerhard Preuße, geboren von 1927 bis 1932, und deren Familien, werden dabei stellvertretend im Vordergrund stehen.
Vom inneren Kampf der Protagonisten zu DDR-Zeiten und im Heute, von dem Problem sich zu entscheiden, entweder den eigenen Weg zu bestimmen oder die Verantwortung abzugeben, sich zu widersetzen oder sich anzupassen, einen Lebenstraum zu verfolgen oder nicht, wird dieser Film handeln. Leise und behutsam in der Tonalität wird der Lebensweg des Einzelnen und dessen Familie beleuchtet und dramatisiert. In die Erzählung mit einbezogen werden die drei Fotoserien. Sie zeigen das Dorfleben sowohl idyllisch, als auch in manchen Situationen hart und erbarmungslos. Die Fotos werden eingesetzt, um die Vergangenheit zu visualisieren und zu belegen. Auf diese Weise wird ebenfalls dokumentiert, wie sich das Leben auf dem Lande in Ostdeutschland verändert hat, im Wandel der Zeit.

Buch  / Regie: Pamela Meyer-Arndt
Kamera: Peter Badel (bvk)
Kameraassistenz: Agnetha Lang
Montage: Gudrun Steinbrück
Schnittassistenz: Philipp Weigold
Ton: Jürgen Schönhoff
Komponist: Mario Schneider, Cornelius Renz
Sounddesign: Hans Schumann
Tonmischung: Studio Mitte, Jörg Höhne
Farbkorrektur: Koppfilm, Tobias Schaarschmidt
Produzent: Christian Beetz
Producer: Maria Wischnewski
Produktionsleitung: Kathrin Isberner
Produktionsassistenz: Nick Pastucha, Denis Dötzel
Filmgeschäftsführung: Daniela Schöne
Produktionsleitung MDR:  Frank Egner
Redaktion MDR: Beate Schönfeldt

Koproduktion

Förderer

  • Dorfliebe

    MDR
    23. Oktober 2011 um 00:30 Uhr

  • Dorfliebe

    MDR
    22. Januar 2012 um 23:40 Uhr