Eternal Me

ETERNAL ME ist eine Reise ins Herz einer technologischen Revolution und einer der vielleicht größten Businessideen des 21. Jahrhunderts: der digitalen Unsterblichkeit. Was passiert, wenn dem Menschen seine letzte Gewissheit genommen wird – sein endliches Leben? Welche tiefgreifenden ethischen und moralischen Fragen wirft der Einsatz von Künstlicher Intelligenz für ein digitales Leben nach dem Tod auf?

Hinter dem Film steht das preisgekrönte Regie-Duo Hans Block und Moritz Riesewieck. Ihr Emmy-nominierter Debütfilm THE CLEANERS feierte beim Sundance International Film Festival Premiere, wurde in mehr als 30 Territorien verkauft und erhielt mehr als 15 Auszeichnungen, darunter den Prix Europa für den besten europäischen Dokumentarfilm.

Eternal Me

Der Wunsch nach Unsterblichkeit ist so alt wie die Menschheit. Doch nie zuvor war die Erfüllung dieses Traums so nah wie heute. Dank einer nie dagewesenen Fülle persönlicher Daten, Künstlicher Intelligenz und gewaltiger Fortschritte beim maschinellen Lernen, rückt die Simulation menschlichen Lebens in greifbare Nähe.

ETERNAL ME begibt sich ins Herz einer technologischen Revolution und einer der vielleicht schaurigsten Businessideen des 21. Jahrhunderts. Aufbauend auf dem Leid und den Hoffnungen Sterbender und deren Hinterbliebener, wittern finanzstarke Start-Ups das nächste große Geschäft: Digitale Wiedergänger von Verstorbenen.

Im Zentrum des Films steht die Geschichte von James Vlahos, einem Journalisten aus dem Silicon Valley. Als sein Vater mit einer tödlichen Krebsdiagnose konfrontiert wird, beginnt er einen Chat-Bot zu entwickeln, der seinen Vater überleben soll. In kurzer Zeit melden sich hunderte Interessent*innen und James gründet ein Start-Up und beginnt Chat-Bots für andere Hinterbliebene anzubieten.

Über die Geschichten von Betroffenen, die sich aus nachvollziehbarer Verzweiflung an James wenden, lernen wir Menschen kennen, die sich selbst zu verewigen versuchen. Bspw. die Geschichte eines Mannes, der mit 35 Jahren erfährt, dass ihm nur noch wenige Monate bleiben und daher verzweifelt Kontakt aufnimmt. Aber auch die Geschichte eines hochbetagten Schwarzen Bürgerrechtsaktivisten, der sich digital verewigen möchte und dem es um mehr geht, als nur die persönlichen Erinnerungen in Form eines Bots zu konservieren.

Die Geschichten verbinden aufdrängende soziale, ethische, rechtliche und moralische Fragen, die über unterschiedliche Standpunkte der Protagonist*innen und ihrem Umfeld immer wieder aufgeworfen werden.

Gespiegelt wird diese Kernerzählung mit der Geschichte der Tech-Pioniere aus dem Silicon Valley und dem Unternehmen ‘Soul Machines’ aus Neuseeland, das verblüffend echte “digital people”, wie das Baby X herstellt: das Baby X ist eine detailgetreue, dreidimensionale Nachbildung eines Kleinkindes, das auf seinen Schöpfer reagiert und wie ein menschliches Baby nachahmt und lernt.

So hat das Wettrennen um das digitale Jenseits längst begonnen. Neben einer Vielzahl von Start-Ups hat nun zuletzt auch Microsoft ein Patent für eine Software angemeldet, die Menschen in Form eines Bots unsterblich machen soll. Auch Elon Musk hat kürzlich öffentlichkeitswirksam am Beispiel von drei Schweinen seinen Neurolink-Chip vorgestellt, der als Interface zwischen Gehirn und Computer agiert.

Neben dem zynischen Umgang der Firmen in dem Geschäft mit dem Tod, rückt im Laufe des Films das Leben mit dem digitalen Klon in den Mittelpunkt der Erzählung. Wie verändert sich die Familie und das Leben in der Familie nach dem Tod über die nächsten Wochen und Monate? Kann eine Beziehung entstehen oder wird die Familie den digitalen Klon irgendwann abschalten und damit die geliebte Person ein zweites Mal sterben lassen?

Regie: Hans Block & Moritz Riesewieck

Koproduktion

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