Mein Leben mit Carlos

„Mein Leben mit Carlos“ ist die Reise eines Sohnes, der die Erinnerung an seinen ermordeten Vater einfordert. Dieses intime Tagebuch erzählt das Schicksal einer zerrissenen Familie, die mit der Überwindung einer Tragödie kämpft, und spiegelt gleichzeitig die emotionale Geschichte eines Landes wider, das sich weigert zu erinnern.

News

  • - "Mein Leben mit Carlos" für Grimme-Preis nominiert

    Eine freudige Nachricht erreicht uns aus Marl! Unser Dokumentarfilm „Mein Leben mit Carlos“, gefördert von der Filmstiftung NRW, MEDIA, Programa [...]

    Eine freudige Nachricht erreicht uns aus Marl! Unser Dokumentarfilm "Mein Leben mit Carlos", gefördert von der Filmstiftung NRW, MEDIA, Programa Ibermedia, Corfo - Gobierno de Chile - Consejo Nacional de la Cultura y las Artes, CECC und Cine Sur, ist für den Grimme-Preis 2012 nominiert.

    Grimme-Preis Nominierung 2012


  • - Mein Leben mit Carlos bei SX Global

    Wir freuen uns, dass unsere Dokumentation Mein Leben mit Carlos beim diesjährigen SX Global vertreten ist. Das South by Southwest [...]

    Wir freuen uns, dass unsere Dokumentation Mein Leben mit Carlos beim diesjährigen SX Global vertreten ist. Das South by Southwest Festival findet vom 11. bis zum 19. März 2011 statt.



Mein Leben mit Carlos

Carlos Berger Guralnik wurde am 11. September 1973 mit 70 anderen politischen Oppositionellen von Pinochets “caravana de la muerte“, der Todeskarawane, in der chilenischen Atacamawüste ermordet. Der chilenische Filmemacher Germán Berger-Hertz, der einzige Sohn von Carlos, bricht in seinem Film „Mein Leben mit Carlos“ ein jahrzehntelanges Schweigen und begibt sich auf eine dramatische Spurensuche.

Die Abwesenheit von Carlos begleitet diesen Film durchgehend. Germán Berger-Hertz trifft sich mit denen ins Exil geflüchteten Familienangehörigen an vielen Orten der Welt, um sich dem Schmerz und dem Verlust zu stellen. Die zutiefst menschlichen Beweggründe der Protagonisten, ihre individuellen Lebensentscheidungen mit der Vergangenheit umzugehen, bezeugen auf sehr bewegende Weise ein in Vergessenheit geratenes Kapitel.
Die Mutter von Germán Berger-Hertz, Carmen Hertz, spielte eine tragende Rolle in der Anklage Pinochets im Fall der Todeskarawane. Eine Politik, die versuchte, das Leben kritischer Personen total auszulöschen, ihre Spuren, ihre Körper. Somit ist die Rekonstruktion des einzelnen Lebens gleichzeitig der Versuch, auf diese Weise auch einen Teil der chilenischen Geschichte zu rekonstruieren.

Der Film zeigt mittels einer visuell sehr eindringlichen Bildsprache wie sich ganze Familienstrukturen verändert haben und ein Tabu jahrzehntelang aufrechterhalten wurde. Die grausame Geschichte eines Landes wird entlang einer mitreißenden persönlichen Spurensuche fühlbar und verdichtet sich durch exklusive private Archivbilder aus der Pinochet-Ära. Die große Stärke des Films liegt darin, politisch immer wieder behandelte Themen (wie die Pinochet Diktatur von 1973 bis 1989) neu zu belichten und in Form eines filmischen Briefes Zwiespälte und widersprüchliche Verhaltensweisen von Betroffenen nachvollziehen zu können.

„Mein Leben mit Carlos“ ist als Film gegen das „Verbrechen der permanenten Hinrichtung“ zu verstehen, wie es im juristischen Sprachgebrauch heißt. Bis heute gab es keine abschließende Klärung der Ereignisse, es gab keine Anklage und der Leichnam von Carlos ist bis heute verschwunden.
Und das Vergessen bleibt der wahre Triumph der Gewalt.

Die Geschichte der Familie Berger – ihr lebenslanger Versuch, eine Tragödie zu überwinden – spiegelt das Schicksal eines ganzen Landes wider. Germán Berger-Hertz ist es gelungen, einen emotionalen unvergesslichen Film zu erzählen.

Regie: Germán Berger-Hertz
Regieassistenz: Elsa Casademont
Buch: Joaquim Jordá, Germán Berger-Hertz, Roberto Brodsky
Kamera: Miguel I. Littín Menz, Cristián Petit-Laurent
Schnitt: Andrea Chignoli, Danielle Fillios
Musik: Miguel Miranda & Jose Miguel Tobar
Aufnahmeleitung: Paula García, Daniel Chirino
Ton: Boris Herrera, Andrés Carrasco, Amanda Villavieja, Fredy González
Recherche und Archiv: Pamela Palma

Produzenten: Germán Berger-Hertz und Christian Beetz

Gebrueder Beetz Filmproduktion
Produktionsleitung: Kathrin Isberner, Eva Rink, Bettina Haasen
Produktionsassistenz: Lisa Häfner, Susanne Radelhof
Filmgeschäftsführung: Daniela Schöne
Technische Leitung: Philipp Weigold

La Huella del Gato S.L.
Produktion: David Egea, Adriana Hoyos, Félix Rodríguez

BWP SL.
Produktion: Bettina Walter

Todo Por las Niñas S.L.
Produktion: Elsa Casademont, Agueda Moreno, Germán Berger
Produktionsleitung: Flavia Berger, Macarena Concha, Adriana Hoyos, Norma Figueroa, Isabel Ramírez, Tania Honorato

Cinedirecto producciones
Produktion: Reinaldina Suárez, Ignacio Aliaga, Paula García, Germán Berger

Redaktion; Martin Pieper (ZDF/arte)

Koproduktion

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Kooperation

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Förderer

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  • Mein Leben mit Carlos

    arte
    20. Mai 2011 um 23:45 Uhr

  • Mein Leben mit Carlos

    ARTE
    08. Juni 2011 um 03:00 Uhr

  • (Robert Koehler, Variety.com)

    "Berger-Hertz's intensiver, autobiographischer Dokumentarfilm rekonstruiert die Erinnerung an seinen Vater, den ermordeten, politischen Gefangenen Carlos Berger. Brillant konstruiert und herausragend gefilmt, erfreute sich der Film einer von Preisen gesäumten Festivaltournee, die nun im Kino weitergeführt wird."