NISMAN – Tod eines Staatsanwalts

Am mysteriösen Tod des argentinischen Staatsanwalts Alberto Nisman hängt sich eine Kette geheimer geopolitischer Abkommen zwischen Argentinien, Iran, den USA, Israel  und ihren Geheimdiensten auf, die 1994 beim blutigen antisemitischen Attentat von Buenos Aires beginnt – und bis ins Heute führt.


NISMAN – Tod eines Staatsanwalts

https://www.movistar.com/es/Der schwerste terroristische Anschlag vor 9/11 findet 1994 in Buenos Aires statt: In einem jüdischen Kulturzentrum sterben bei einem Bombenattentat 85 Personen, über 300 werden verletzt. Nur zwei Jahre zuvor hatte ein Selbstmordattentäter die israelische Botschaft in Buenos Aires gesprengt.
Doch die Aufklärung wird über Jahre verschleppt. Der Staatsanwalt Alberto Nisman nimmt im Jahr 2003 Sonderermittlungen auf. Wenige Stunden vor Veröffentlichung seines brisanten Ermittlungsstands, in dem er auch die amtierende Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner der Vertuschung eines geheimen Abkommens mit dem Iran bezichtigt, wird Nisman tot in seinem Apartment aufgefunden. Todesursache: Kopfschuss.
Sein mysteriöser Tod löst eine Schockwelle aus, die sich weit über die argentinischen Grenzen verbreitet.
Schnell wird Präsidentin Kirchner verdächtigt, Nismans Tod zu verantworten. Die Staatsanwaltschaft spricht von Selbstmord. Die argentinische Gesellschaft ist tief gespalten: auf der einen Seite jene, die sich hinter Kirchner stellen, auf der anderen Seite jene, für die Nismans Tod nur das Symptom für einen tief korrumpierten Staat ist. Tausende Menschen protestieren auf den Straßen von Buenos Aires.
Kirchner wiederum bezichtigt den ehemaligen Geheimdienst-Agenten Jaime Stiuso, der enge Kontakte mit dem CIA und Mossad pflegt, sich gegen sie verschworen zu haben.

Anhand des Falls „Nisman“ zeigen sich die tiefen Abgründe der internationalen Beziehungen zwischen Argentinien, den USA, dem Iran und Israel – und ihrer Geheimdienste.
In der Frage nach Nismans Todesursache bündeln sich Fragen nach großen geopolitischen Verstrickungen, wirtschaftlichen Abhängigkeiten und historischen Feindseligkeiten unserer Zeit.

Regie:
Justin Webster

Buch:
Justin Webster, Martín Rocca

Produzenten:
Justin Webster, Christian Beetz, Adrià Monés

Realisation:
Martín Rocca

Producer:
Caroline Schaper

Herstellungsleitung:
Kathrin Isberner, Marc Epping

Kamera:
Lucas Gath

Ton:
Juampi Soto

Schnitt:
Garbiñe Armentia, Inés Boffi

Musik:
Laro Basterrechea, Álvaro González Santos

Produktionsleitung:
Sumpta Ayuso

Betreuende Redakteure:
Imke Meier - Redaktion ZDFinfo
Íñigo Trojaola - Redaktion TAD

Koproduktion

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  • Deutsche TV-Premiere

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    31. Januar 2020 um 20:15 Uhr

  • Tödliche Ermittlungen - Wie starb Staatsanwalt Alberto Nisman? (90min)

    ZDFinfo
    03. Juni 2020 um 20:15 Uhr

  • Tödliche Ermittlungen - Wie starb Alberto Nisman (90min)

    ZDF
    24. Juni 2020 um 00:35 Uhr

  • Frankfurter Rundschau, 31. Januar 2020

    "Die manchmal überwältigende, aber immer beeindruckende Doku-Miniserie über die weitreichenden Ursachen und Folgen der Ermordung eines argentinischen Staatsanwalts zeigt modernes Dokumentarfilmemachen in Bestform."

  • Tagesspiegel, 29. Januar 2020

    "Eine vielschichtige Fleißarbeit zu einem staatlichen Versagen, das fassungslos macht."

  • Süddeutsche Zeitung, 22. Januar 2020

    "Kein Kommentar aus dem Off, kein Urteil des Autors, nur Nismans letzte Schreibarbeit wird vereinzelt nachgestellt. Ansonsten nutzt Webster ausschließlich eigene Bilder, viele selbstgeführte Interviews und Szenen aus Archiven, darunter von Strafbehörden. Er verbindet sie zu einem Potpourri, das zuweilen verwirrend sein mag, aber Schicht für Schicht abträgt. Immer neue Merkwürdigkeiten tauchen auf, darunter Nismans Auslandskonten. Die Schlüsse überlässt der Regisseur dem Publikum."

  • Cristina Fernández de Kirchner (Ex-Präsidentin Argentinien), 20. Januar 2020

    "Was Justin Webster, der weder Anwalt noch Richter ist und auch keine institutionelle Verantwortung hat, erreichen konnte: die Fakten objektiv darzustellen, ohne Zeugenaussagen und Umstände auszulassen, ohne Fakten zu erfinden, die nicht existierten, und noch weniger, Hypothesen und Geschichten ohne Beweise vorzulegen, die sie stützen, und sie so als Wahrheiten darzustellen."

  • Der Spiegel, 18. Januar 2020

    "Der Fall Nisman ist Argentiniens Pendant zur Barschel-Affäre: eine offene Wunde, die nicht verheilen will. Dutzende Bücher sind über Nismans Tod geschrieben worden. Jetzt kommt, rechtzeitig zum 5. Jahrestag, eine sechsteilige Serie ins deutsche Fernsehen, die gemeinsam von Netflix und dem ZDF produziert wurde. Die sechsstündige Mammutdokumentation ist mit Abstand das Beste, was bislang zu Nismans Tod veröffentlicht wurde. Sie löst das Rätsel zwar nicht. Aber sie liefert Spuren und Hinweise für eine plausible Erklärung für Nismans Tod."

  • The Times of Israel, 17. Januar 2020

    "Vorhersehbarerweise hat die Serie — die die Rolle der Geheimdienste und der CIA in den AMIA-Ermittlungen untersucht — einen Sturm an Reaktionen auf Twitter hervorgerufen. 'Fünf Minuten der Nisman-Serie reichen, um mich fast zum weinen zu bringen und das Land verlassen zu wollen,' sagte ein Nutzer, Lu Abelera."

  • Miami Herald, 17. Januar 2020

    "Der Fall wurde so sehr vermasselt, dass - Spoiler alert! - nicht einmal der ausführliche sechsstündige Netflix-Dokumentarfilm schlussfolgern konnte, ob Nisman sich selbst das Leben nahm oder ob er ermordet worden ist."

  • Buenos Aires Times, 17. Januar 2020

    "Die große Neuheit an diesem 5. Jahrestag der explosiven Anprangerung und des dramatischen Endes des Amtsträgers [Nisman] kam nicht von Seiten der Gerichte, der Regierung oder der örtlichen Medien. Stattdessen kam sie seitens einer sechsteiligen Miniserie unter der Regie von Justin Webster, einem britischen Dokumentarfilmer. Das fertige Produkt umschifft jeden Fanatismus und zeigt stattdessen alle verschiedenen Meinungen, wobei sie jeder davon Respekt zollt. Es ist akribisch genau. Über diese intensiven sechs Stunden hinweg gibt es auch keinen einzigen Schlag unterhalb der Gürtellinie und keine Effekthascherei. Es ist eine außergewöhnliche Arbeit. Und darüber hinaus ist sie auch noch unterhaltsam."

  • The New York Times, 15. Januar 2020

    “[Eine] Serie mit sechs Folgen, die geduldig einen der am wenigsten gelösten Fälle Argentiniens aufschlüsselt."

  • GQ, 13. Januar 2020

    "'Nisman: Tod eines Staatsanwalts' wirkt erst wie 'Homeland', ist aber viel mehr: Es ist eine non-fiktionale Serie, die den Tod Alberto Nismans beleuchtet."

  • AP, 3. Januar 2020

    "Mit sechs einstündigen Folgen inklusive dutzender Interviews und Zeugenaussagen — einschließlich des derzeitigen Präsidenten Alberto Fernández (der nicht mit Cristina Fernández verwandt ist), Wissenschaftlern, Spionen, FBI- und CIA-Agenten und unveröffentlichter Bilder — versucht der Britische Regisseur Justin Webster in seinem Dokumentarfilm Licht in den Fall [Nisman] zu bringen. Die Serie wurde schnell zum meistkommentierten Thema auf sozialen Medien in Argentinien und der Präsident selbst sprach mit der Presse über seine Aussagen in der Serie."

  • El País, 3. Januar 2020

    "Fünf Jahre nach Nismans Tod eröffnet der Dokumentarfilm erneut die Kontroverse um einen Fall, der Argentinien spaltet und über den Verschwörungstheorien nie zu kursieren aufgehört haben."

  • Decider, 3. Januar 2020

    "Die besten Dokumentarfilme sind die, die in den trübsten Ecken des Lebens nach Klarheit suchen. Im Fall von Nisman trifft diese Beschreibung absolut zu. Geschichten wie diese sind faszinierend — sie umfassen Jahrzehnte, schneiden private, rechtliche oder politische Themen an und begeben sich auf eine Suche nach Wahrheit inmitten düsterer Vernebelungen. Webster scheint entschlossen, jede Ecke und jeden Winkel zu erkunden um eine komplexe Geschichte mit Klarheit und einem guten Auge für dramatische Enthüllungen zu erzählen."

  • The Review Geek, 2. Januar 2020

    "NISMAN - Tod eines Staatsanwalts ist eine augenöffnende und überraschend wahre Krimi-Dokumentarfilmserie. [...] Sie wirft auf fesselnde Weise Licht auf ein kontroverses und schockierendes Thema."

  • La Nación, 1. Januar 2020

    "Der Erzählstil von Nisman - Tod eines Staatsanwalts ist klassisch, flüssig und wird den Anforderungen des Genres gerecht."

  • Variety, 23. September 2019

    "Es ist Websters originellste und anspruchsvollste Serie [...], die die volle Entfaltung eines Autors und das kreative und branchen-verändernde Potenzial einer Art des Erzählens kennzeichnet, von der er ganz eingenommen ist: Cinematische, non-fiktionale Serien."