Sing! (AT)

SING! ist ein großer Musikfilm über die positive Kraft des gemeinsamen Singens und die Sehnsucht, Teil von etwas zu sein.

SING! folgt drei Chorleiter*innen vor, während und nach der Corona-Pandemie. Einer Zeit in der das Bedürfnis nach Gesang und Gemeinschaft zu ihrer größten Herausforderung wird – in ihrem persönlichen Leben, in ihrer Karriere, aber auch in der spannungsgeladenen Beziehung zu den Sängern und Sängerinnen. Die drei nehmen uns mit auf eine unterhaltsame und ermutigende Reise zwischen Kunst und gesellschaftlichem Abenteuer, stets mit der Mission Menschen zusammen zu bringen.


Sing! (AT)

Allein in Deutschland treffen sich Millionen Sänger*innen regelmäßig mit ihren Chorleiter*innen, um gemeinsam zu singen. Sie suchen die Erfüllung von der Vision eines Klangs, die sie nur mit diesem einen – ihrem Chor – vollenden können. Doch im März 2020 wird Chorsingen zum gefährlichsten Hobby der Welt: Singen kann töten. In der Corona-Pandemie Chöre zu leiten, wirft die Chorleiter*innen auf sich selbst zurück. Konzerte werden abgesagt und an ein gemeinsames Treffen ist nicht mehr zu denken. Wie die Chorleiter*innen diese musikalische Krise meistern, bildet den dramaturgischen Rahmen des Films. 

Simon Halsey ist der Weltstar unter den Dirigent*innen. In atemberaubendem Tempo reist er von Land zu Land, eilt von Veranstaltung zu Veranstaltung. Immer effizient und gut organisiert. Doch sein lang geplantes Vorhaben, ein gigantisches Mitsingkonzert in New York City mit mehr als tausend Sängern und Sängerinnen, löst sich in Corona-Staub auf.
Wir folgen Halsey von der großen Euphorie während der ersten Vorbereitungen auf die Veranstaltung bis hin zu dem globalen Verbot des Chorsingens. Der Kosmopolit, der fast nie zu Hause war, sitzt das erste Mal in seinem Leben in England fest. Im endlosen Lockdown schwankt er zwischen unermüdlichem Kampf für sein Comeback auf den Bühnen der Welt und Verzweiflung über seine plötzliche Arbeits- und Sinnlosigkeit. 

In die Geschichte Halseys sind die Geschichten zweier Chorleiterinnen eingewoben. Während das Dirigieren von Chören bis vor kurzem ein Männerberuf war, leiten heute immer mehr Frauen Chöre.

Hyunju Kwon scheint auf den ersten Blick das genaue Gegenteil von Simon Halsey zu sein: Ihre ruhige, zurückhaltende Art bildet einen starken Kontrast zur energiegeladenen Performance Halseys. Und doch verfügt sie als Dirigentin über eine magische Kraft, die jeden Chor, vor dem sie steht, sofort verzaubert. Wir begleiten Kwon bei einem Meisterkurs von Simon Halsey und bei ihrem großen Erfolg, für das renommierte Konzertexamen ausgewählt zu sein. Den Lockdown erleben wir per Videoschalte mit ihr in völliger Isolation in ihrer Heimat Südkorea, bis schließlich zu ihrer Rückkehr nach Deutschland, wo sie endlich wieder mit Sänger*innen gemeinsam musizieren kann. Erst dann wird ihr wieder bewusst, warum sie Dirigentin geworden ist. 

Judith Kamphues versteht das Singen als eine körperliche Erfahrung und übernimmt das Aufwärmen für Großprojekte von Simon Halsey.
Sie ist eine Rhythmus- und Begeisterungsmaschine: Ganz gleich, ob 500 oder 14 Sänger*innen vor ihr stehen, alle greifen Kamphues Bewegungen auf und integrieren sie in ihren Gesang. Ganz im Gegensatz zu den großen Projekten, ist ihr eigener kleiner Frauenchor eine nicht minder große Herausforderung. Wir folgen der durchdachten, starken und sensiblen Dirigentin bei ihrem Kampf, ihren Chor und seinen Klang durch den Lockdown zu retten. 

Die Bedeutung des gemeinsamen Singens verändert sich durch die Erfahrungen in der Corona-Pandemie. Nicht nur die Chorleiter*innen, auch die Sänger*innen erkennen jetzt erst den wahren Wert der Gemeinschaft und entdecken die Schönheit des gemeinsamen Singens neu. 

Regie: Torsten Striegnitz und Simone Dobmeier

Koproduktion

Kooperation

Förderer