Zwischen Wahnsinn und Kunst – Die Sammlung Prinzhorn

Der Film folgt der Geschichte der Sammlung Prinzhorn und illustriert die inneren Konflikte schizophrener Patienten durch ihre Kunst.


Zwischen Wahnsinn und Kunst – Die Sammlung Prinzhorn

In seinem Film „Zwischen Wahnsinn und Kunst“ nimmt Regisseur Christian Beetz den Zuschauer mit auf eine Entdeckungsreise durch die Archive der Sammlung Prinzhorn. Die weltweit bedeutendste Sammlung bildnerischer Werke von Psychiatrie-Patienten hat seit ihrem Entstehen Anfang der 1920er Jahre nachhaltigen Einfluss auf die psychiatrische und therapeutische Praxis. Auch die Kunst der Moderne, namentlich Paul Klee, Alfred Kubin, Max Ernst und mit ihm die surrealistische Bewegung begeisterte sich für die Werke der „Irrenkunst”, die der Heidelberger Arzt und Kunsthistoriker Hans Prinzhorn in seinem Buch „Bildnerei der Geisteskranken“ 1922 publizierte. Prinzhorn gilt als Wegbereiter neuer Therapieformen, vor allem der Kunsttherapie. Sein Ansatz, den bildnerischen Werken von Anstaltsinsassen einen eigenen Wert beizumessen, war ein mutiger erster Schritt auf einem damals noch ganz unbekannten Terrain.

Ausgezeichnet mit dem Adolf Grimme Preis 2008 in der Kategorie Information und Kultur und dem Publikumspreis der Marler Gruppe.

Buch / Regie: Christian Beetz
Kamera: Matthias Schellenberg, Stefan Gradinetti und Jörg Jeshel
Ton: Philipp Weigold und Maximilian Preiss
Schnitt: Lars Späth
Digital Effekte: Jan Meyer
Musik: Andy Baum
Line Producer: Arek GLelnik
Produzent: Christian Beetz
Wissenschaftliche Beratung: Maria Zinfert und Henning Burk
Sprecher: Angela Winkler und Thomas Thieme
Redaktion: Kurt Schneider und Martina Zöllner (SWR)
Simone Emmelius (ZDF dokukanal)

Koproduktion

Förderer

  • Aus der Begründung der Adolf-Grimme-Preis-Jury

    "Den malenden psychisch Kranken von heute begegnet Christian Beetz in ihren Ateliers weder mit romantischem noch mit voyeuristischem Appeal; und erreicht mit diesem manierismenfreien, sanften Ton viel: nämlich uns - ein Zugang, den Schnitt, Text, Musik und Sprecher in bestechender Geschlossenehit vermitteln."

  • Frankfurter Allgemeine Zeitung

    "Es sind Dokumentationen wie 'Zwischen Wahnsinn und Kunst - Die Sammlung Prinzhorn', die dank ihrer handwerklichen Sorgfalt und ihres ästhetischen Verstandes den Glauben an das Medium Fernsehen aufrechterhalten."